Die Seemannsmission hilft weltweit - wir helfen in Kiel.
Die Deutsche Seemannsmission Kiel trauert um Kapitän zur See a.D. Wulf Plesmann

Die Deutsche Seemannsmission Kiel trauert um Kapitän z.S. a.D. Wulf Plesmann. Am 19. April 2012 ist er im Alter von 72 Jahren in seinem Haus in Flensburg gestorben. Plesmann war von 2007 bis zum Herbst des vergangenen Jahres Vorsitzender der Kieler Seemannsmission, nachdem er bereits viele Jahre Mitglied im Vorstand war. Die Seemannsmission verliert mit ihm einen Menschen, der sich über die Maßen für die Seeleute in aller Welt eingesetzt hat. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Liselotte, die ihren Mann bis zuletzt in der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützt hat.
Wulf Plesmann war ein großer Gewinn für die Seemannsmission. Seine vielfältigen Verbindungen zur Marine und zur Seefahrt trugen erheblich dazu bei, die Reputation der Seemannsmission in der
Landeshauptstadt weiter zu stärken. Seine Entscheidung für eine Laufbahn als Berufsoffizier in der Marine hat Plesmann nie bereut, bereits mit 21 Jahren wurde er zum Leutnant befördert, mit 43 Jahren
erreichte er anlässlich der Übernahme des Kommandos über das Schulschiff „Deutschland“ den höchsten Dienstgrad seiner Laufbahn. Seit seiner Pensionierung im Jahr 1998 engagierte er sich in der
Seemannsmission. Neben der Kieler Station lag ihm besonders der Aufbau von Stationen im Baltikum am Herzen.
Plesmann war bereits im Herbst 2011 aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Vorsitzenden zurückgetreten, weil er spürte, dass ihm die Kraft für diese Aufgabe nicht mehr zur Verfügung stand. Ende
März wurde Regierungsdirektor Jochen Hinz, Dezernatsleiter in der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord zu seinem Nachfolger gewählt. Plesmann hinterlässt seine Frau Liselotte, zwei erwachsene
Kinder und Enkelkinder.
In seiner Freizeit war Wulf Plesmann passionierter Segler. Zusammen mit seiner Frau und den Kindern unternahm er Segeltörns in ganz Nordeuropa. Das Foto zeigt Wulf Plesmann im Oktober 2011 vor einer
Seekarte, in der er diese Törns eingetragen hat.
Caretaker für Seeleute

In der globalisierten Welt der Seefahrt sind die Stationen der Seemannsmission Häfen für Hilfe, Zuwendung und Kontakt zu Angehörigen.
„Support of Seafarers` dignity" - heißt Einsatz für die Würde der Seeleute unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status.
Die Seemannsmission ist der „Caretaker" für Seeleute: Bordbetreuer besuchen Seeleute auf ihren Schiffen, Seemannsclubs bieten für ein paar Stunden festen Boden unter den Füssen, in den Seemannsheimen finden Seeleute und ihre Familienangehörigen ein Zuhause auf Zeit.
Praktische Hilfe, Beratung, und persönlicher Zuspruch bilden eine Einheit im Selbstverständnis der Seemannsmission. Seeleute vertrauen der Seemannsmission wie einem "safe haven" bei allen Problemen des Alltags.
